Fastnachtsbräuche



Was sich an Fastnachtsbräuchen im Delbrücker Land aus früheren Jahrzehnten und Jahrhunderten in die heutige Zeit herübergerettet hat, ist nur wenig. Wohl der interessanteste und urtümlichste Brauch ist das Kranzreiten. Dieser Brauch geht auf eine Begebenheit am 14. März 1604 (ein Sonntag) zurück, als spanische Freibeuter in das Delbrücker Land eindrangen (der berühmte Reitergeneral Graf Spork war gerade 4 Jahre alt). Die Bevölkerung besetzte den „Ramespohl“, einen schmalen Holzweg am Espelnschlinge. Man wollte zunächst das Verhalten der Spanier abwarten. Einige Hitzköpfe aber griffen im Übereifer den letzten Zug der Spanier an und töteten zwei Offiziere. Da stockte der ganze Heereszug und nahm fürchterliche Rache an der Bevölkerung des Delbrücker Landes. Am folgenden Tag veranstalteten die Spanier Reiterspiele. Diese Reiterspiele sind der Ursprung des Kranzreitens mit den spanischen Uniformen, die heute noch getragen werden.